- 1: Start.
- 2: Hintergrund.
- 2.1: Historie.
- 2.2: Aktuelle Situation.
- 2.3: Vision.
- 3: Ziele.
- 4: Teilprojekte.
- 5: Organisation.
- 6: Publikationen.
- 7: Impressum.
- 8: Service.
- 9: English Info.
Hintergrund
Die heutige Kulturlandschaft ist in ihrer Form und Parzellierung stark geprägt durch die Landwirtschaft. Ausgelöst durch den agrarstrukturellen Wandel hat die durchschnittliche Ackerschlaggröße zugenommen. Die neu entstandenen Bewirtschaftungseinheiten weisen, regional unterschiedlich ausgeprägt, wechselnde Bodenverhältnisse und somit unterschiedliche Ertragspotentiale auf. Aufgrund der Weiterentwicklung des Instrumentariums der teilflächenspezifischen Landbewirtschaftung (Precision Farming) ist es möglich, durch gezielte Steuerung (z.B. Applikationskarten) pflanzenbaulicher Verfahren (z.B. Düngung, Aussaat, Pflanzenschutz) im Sinne der nachhaltigen Bodennutzung, kleinräumig wechselnde Potentiale (z.B. Nährstoffe, Bodenart) zu berücksichtigen.
Als Meßgrößen für den Erfolg der Maßnahmen dienen sowohl ökonomische (Ertrag/Aufwand) als auch ökologische Parameter (Schonung der Naturgüter durch Optimierung/ Reduzierung des landwirtschaftlichen Betriebsmitteleinsatzes).
Aus Sicht des Naturschutzes sind naturnahe Strukturen in der Agrarlandschaft z.T. überformt bzw. befinden sich in einem verbesserungsbedürftigen Zustand. Nach der AGENDA 21 muß bei Nutzung und Entwicklung der Naturhaushaltspotentiale das Prinzip der Nachhaltigkeit zugrunde liegen. Dieses Prinzip findet in Deutschland zunehmend Eingang in die Politik (vgl. die aktuelle Diskussion einer Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung) sowie die rechtlichen Grundlagen. Zentrale Leitvorstellung des Raumordnungsgesetzes (§ 1 ROG 1998) ist nunmehr das Gebot nachhaltiger Raumentwicklung. Danach sind die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang zu bringen und zu einer dauerhaften, großräumig ausgewogenen Ordnung zu führen. Aufgrund der unterschiedlicher Nutzungsansprüche bestehen bezüglich der Erreichung dieses Oberzieles sowie des Zielerfüllungsgrades zwischen Landwirtschaft und Naturschutz z.T. differierende Vorstellungen. Die veränderten gesellschaftlichen bzw. gesetzlichen Rahmenbedingungen (Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes im März 2002) verbunden mit neuen erweiterten Zielsetzungen in der Agrarpolitik (Agrarwende) stellen die Landbewirtschaftung vor die Herausforderung, Ziele des Naturschutzes in landwirtschaftliches Handeln zu integrieren.
Mit Precision Farming steht ein Instrumentarium zur Verfügung, welches in besonderen Maße dazu geeignet ist, zur Erfüllung dieser Anforderungen beizutragen.Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, durch Bearbeitungen von technischen und konzeptionellen Fragestellungen in den Bereichen Landwirtschaft (Boden, Pflanzenbau, Technik), Landschaftsentwicklung, Sensorik und Informatik (Datenmanagement/Wissensmanagement) einen Beitrag zu leisten, Precision Farming weiterzuentwickeln zur:
umweltorientierten ökonomischen Optimierung flächenbezogener landwirtschaftlicher Produktionsprozesse (betriebsbezogener Ansatz)
teilflächenspezifischen Extensivierung mit dem Ziel, gemäß der unterschiedlichen landschaftlichen Erfordernisse und Entwicklungspotentiale Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung kleinräumig und flexibel zu verschneiden (landschaftsbezogener Ansatz).

